Mutterschaftsvorsorge


Die Mutterschaftsvorsorge beginnt mit der Feststellung der Schwangerschaft (vaginale Untersuchung und Ultraschall). Es folgt eine Laboruntersuchung und danach wird ein Mutterpass ausgestellt.
Bei der ersten Untersuchung erfolgt zunächst eine ausführliche Befragung (Anamnese) z.B. über den derzeitigen Zustand der Schwangeren, durchgemachten Erkrankungen bzw. Operationen, Erkrankungen in der Familie u.a.
Nach der Untersuchung von Scheide und Gebärmutter und Abnahme eines Vaginalabstrichs auf Bakterien und Chlamydien wird ein Ultraschall (meistens über die Scheide) durchgeführt, um die Schwangerschaft zu bestätigen und den voraussichtlichen Geburtstermin festzulegen. Bei einer zu zeitigen Untersuchung (Fetalanlage noch zu klein) kann zu einem späteren Zeitpunkt durch eine Wiederholung der Ultraschalluntersuchung das endgültige Gestationsalter (Schwangerschaftsalter) bestimmt werden.

Bei der ersten Laborbestimmung werden folgende Parameter bestimmt:

  • Blutgruppe und Rhesusfaktor (evtl. Blutgruppenunverträglichkeit)
  • Blutbild (Ausschluss von Anämien (Blutarmut) u.a. Anomalitäten)
  • Antikörper (Wiederholung in der 28.-30.SSW)
  • Schilddrüsenwerte
  • Parameter zur Feststellung von Geschlechtskrankheiten
  • Bestimmung der Röteln-Antikörper
  • HIV-Antikörper

Die Folgeuntersuchungen im Schwangerschaftsverlauf erfolgen in der Regel aller 4 Wochen bis zur 30.Schwangerschaftswoche, danach aller 2 Wochen.

Inhalt der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen:

  • Gewichtskontrolle
  • Urinkontrolle
  • Blutdruckbestimmung
  • Laboruntersuchungen
  • Hepatitis B- Antikörper- Bestimmung in der 32.SSW

Im Verlauf einer Schwangerschaft erfolgt insgesamt dreimal eine sogenannte Ultraschall- Screeninguntersuchung:

  • 1.Screening : 9.-12.SSW
  • 2.Screening:19.-22.SSW
  • 3.Screening:29.-32.SSW
Durch eine Ultraschalluntersuchung können eventuelle Entwicklungsstörungen des Kindes frühzeitig erkannt  und dementsprechend eine weiterführende Diagnostik und Therapie eingeleitet werden. Besondere Bedeutung hat dabei der 2. Ultraschall (sogenannte Feindiagnostik). Hier arbeiten wir mit den entsprechenden Spezialisten zusammen (weitere Beratung vor Ort).

Ab der 30.SSW erfolgen regelmäßige CTG-Untersuchungen (Registrierung der kindlichen Herztätigkeit) bis zur Geburt.

Nach dem Erreichen des vorherbestimmten Geburtstermins erfolgt eine regelmäßige Kontrolle aller 2 Tage bis zur Spontangeburt oder der stationären Einweisung.
In unserer Praxis arbeiten wir mit 2 Hebammen zusammen, die in unserer Nähe eine eigene Praxis haben. Eine Mitbetreuung durch eine kompetente Hebamme ist gerade für Erstgebärende sehr wichtig. Sie bieten außer der Begleitung während der Schwangerschaft auch Vorbereitungskurse vor der Geburt und die Betreuung nach der Geburt (Säuglingspflege, Stillberatung u.a.). Unsere Hebammen wenden bei Bedarf ebenfalls alternative Methoden (Akupunktur, Homöopathie) an, so dass unser ganzheitliches Konzept auch in diesem Bereich gewahrt bleibt.

Selbstverständlich beraten wir Sie auch über zusätzlich gewünschte Untersuchungen, die von den Krankenkassen nicht übernommen werden:

  • Toxoplasmose-Untersuchung
  • Zusätzliche Ultraschall-Untersuchungen
  • 3D-Ultraschall
  • Genetische Untersuchungen (z.B. Nackenfalte-Messung)
  • Zuckerbelastungstest

 


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