HPV-Test und Impfung


Das HPV (humanes Papillomavirus) ist ein verbreitetes Virus, das Haut und Schleimhaut befällt.

Es gibt etwa 150 verschiedene Typen von HPV. Ungefähr 30 davon werden über den Genitaltrakt übertragen (typischerweise beim Geschlechtsverkehr). Etwa 12 davon können Genitalwarzen verursachen. Außerdem gibt es etwa 15 high-risk-Typen des HPV-Virus, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.  

Es wird geschätzt, das 80% aller Frauen und 50% aller Männer in ihrem Leben mit einem oder mehreren Typen genitaler HP-Viren infiziert werden.

Obwohl auch andere Risikofaktoren ( z.B. Rauchen ) die Wahrscheinlichkeit der Entstehung zervikaler Erkrankungen erhöhen können, muss zunächst eine HPV-Infektion vorhanden sein, um eine Zellveränderung auszulösen.

Glücklicherweise wehrt ein intaktes körpereigenes Immunsystem das HP-Virus ab oder unterdrückt es, bevor es Probleme verursacht. Nur bei einer länger bestehenden Infektion kann es zu einer Schädigung der normalen Zellstruktur kommen, die längerfristig zu einer Krebserkrankung führen kann.

Eine Infektion mit den häufigsten Typen genitaler HPV kann durch eine HPV-Impfung verhindert werden. Die Impfung ist jedoch nur dann vollständig wirksam, wenn sie verabreicht wird, bevor ein Mädchen oder eine junge Frau durch sexuelle Aktivitäten in Kontakt mit den HP-Viren kommt. Außerdem schützt der Impfstoff nicht vor allen HPV-Typen, die Gebärmutterhalskrebs verursachen können.

Selbst wenn Sie geimpft sind, sind deshalb regelmäßige Pap-Tests (Zell-Abstriche) notwendig. Ein Pap-Test (Ist-Zustand der Zellen) kann veränderte Zellen feststellen, der HPV-Test erkennt das Vorhandensein von 13 high-risk-HPV Typen (Ursache von Zellveränderungen). In der Kombination tragen beide Testverfahren entscheidend dazu bei, dass abnormale Zellen festgestellt und frühzeitig behandelt werden können.

Die Kosten für eine HPV-Impfung übernehmen die Krankenkassen bis zum vollendeten 17. Lebensjahr.

Ist keine HPV-Impfung erfolgt, wird ein HPV-Test als Zusatzleistung aller 3 bis 5 Jahre empfohlen, um eine entsprechende Risikoabschätzung zu treffen.



0341 4425697
leipzig.frauenaerztin@gmail.com